Künstliche Intelligenz und Datenschutz – das heiß diskutierte Thema stand am 13. Dezember im Fokus des DatenTag ONLINE. Hochrangige Experten präsentierten spannende Thesen, Gedanken und Fakten zu den Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz für das Datenschutzrecht. Professor Dr. Georg Borges stellte in dieser Runde sein Gutachten „Potenziale von Künstlicher Intelligenz mit Blick auf das Datenschutzrecht“ vor und leitete damit eine anregende und ertragreiche Fragerunde ein.

Inwieweit hat Künstliche Intelligenz Einfluss auf unser Leben? Die Angst, dass ein System an unserer Stelle für uns entscheidet, ist groß. Doch kann Datenschutz auch ein Hindernis für KI sein? Schon in der Einführung des DatenTag Online kommen die Moderatoren auf den Punkt. Professor Dr. Anne Riechert und Frederick Richter von der der Stiftung Datenschutz leiten ohne Umschweife zu den Anforderungen, welche der Voraussetzungen KI erfüllen sollte, um einen verantwortungsvollen und vor allem datenschutzgerechten Einsatz zu gewährleisten.

Für Paul Nemitz von der Europäischen Kommission ist KI bereits omnipräsent und hat wichtige Funktionen übernommen. Bezüglich Vertrauenswürdigkeit von KI lautet sein Apell an die Politik, Regelungen durch gesetzliche Vorgaben innovativ, positiv und plausibel zu gestalten. Zukünftige Gesetzte sollen einen Vertrauensrahmen schaffen. KI kann nämlich als wertvolle Technologie eingesetzt werden, welche die Grundrechte des Menschen respektiert und dem Allgemeinwohl dient. Sie soll keine Entscheidungen von Menschen steuern, sondern diese respektvoll begleiten.

Martin Rost vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein schlägt einen Kriterienkatalog vor, um sich einer gesetzlichen Regelung in der Anwendung von KI zu nähern.  Alle Referenten sind sich einig darüber, dass der Einsatz von KI transparent und erklärbar ablaufen muss.

Als führender Rechtsexperte auf dem Gebiet zwischen Datenschutzrecht und Künstlicher Intelligenz stellte Professor Borges sein Gutachten mit dem Titel „Potenziale von Künstlicher Intelligenz mit Blick auf das Datenschutzrecht“ vor. Borges erläuterte, dass das Datenschutzrecht in einem natürlichen Spannungsverhältnis zur Künstlichen Intelligenz steht. Auf der einen Seite stehen riesige Datenmengen, aus denen sich KI nährt und optimiert, auf der anderen Seite der Anspruch, personenbezogene Daten zu schützen. Ziel ist es, hier die passende Balance zu finden zwischen Nutzen und Schutz.

Weitere renommierte Referentinnen und Referenten machten den DatenTag ONLINE zu einer spannenden und informativen Veranstaltung. Die Videos der Beiträge stehen auf der Website der Stiftung Datenschutz zur Verfügung.

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