Am 7. September war Professor Dr. Georg Borges Gast der ReMeP 2021 – Research Meets Practice – Legal Informatics Conference. Themenschwerpunkte der Hybrid-Veranstaltung waren „Computational Law“ und „Legal Knowledge Graphs“. In Workshops, Impulsvorträgen und Podiumsdiskussionen tauschten sich hochkarätige Referenten vom 5. bis 7. September über den Einsatz Künstlicher Intelligenz am Gericht und automatisierte Compliance-Tools und ihre mögliche Anwendung in der Praxis aus.

Gemeinsam mit Professor Adam Wyner, Joanna Sidhu und weiteren Experten nahm Professor Borges am Roundtable zum Thema "Low-Code/No-Code in der Praxis" unter dem Vorsitz von Professor Peter Wahlgren teil. Die Redner befassten sich mit der Frage ob "no code" oder "low code" eine Möglichkeit bildet, Juristen in die Anwendungsentwicklung einzubinden. Die Rechtsinformatik selbst ist nicht neu, dennoch bestehen in der Praxis Hürden, ob und wie die beiden Disziplinen Rechtswissenschaften und Informatik vereinbar sind.

Professor Borges stellte im Laufe seiner Lehrtätigkeit fest, dass Informatiker oft ein gewisses Gespür für Rechtswissenschaften mitbringen. Bei Juristen hingegen beobachtet er eher das Gegenteil: Viele haben nahezu eine „Aversion“ gegen Zahlen und sind nicht für die Informatik zu begeistern.

Thematisiert wurde beispielsweise die Frage, ob ein Verständnis beider Disziplinen überhaupt wünschenswert ist. Wichtig sei, so der Tenor, dass man Konzepte grundsätzlich verstehe, aber nicht zu wissen brauche, was genau ein Software-Ingenieur macht.

Die internationale ReMeP-Konferenz bringt jährlich Forscher, die ihre Projekte vorstellen, mit denjenigen Unternehmen zusammen, die nach Lösungen für die Digitalisierung bestimmter Aufgaben suchen. Die Wissenschaftler können aus erster Hand Rückmeldungen bekommen und diese in ihren Projekten berücksichtigen. Die Unternehmen hingegen können die Möglichkeit nutzen, die Weiterentwicklung einer Informatiklösung zu beeinflussen und Verbesserungen vorzuschlagen, die die Anwendung für ihr Unternehmen noch wertvoller machen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

ExamAI – KI Testing & Auditing

Im BMAS Projekt "ExamAI" entwickelt der Lehrstuhl von Professor Borges Konzepte für das Auditing und die Zertifizierung von KI-Anwendungen. Weitere Informationen: ExamAI

 

BMWi Projekt: Designetz

Der Lehrstuhl von Professor Sorge forscht im Projekt „Designetz“ an umsetzbaren Lösungen für einen datenschutzgerechten Umgang mit Smart-Meter-Daten. Infos unter Designetz

Recht-Testbed

Der Lehrstuhl von Prof. Borges erarbeitet im Rahmen des vom BMWi geförderten Projekts »Recht-Testbed Industrie 4.0« Lösungsansätze für Industrie 4.0. Mehr...

Copyright © 2021 Institut für Rechtsinformatik.