TrUSD – Transparente und selbstbestimmte Ausgestaltung der Datennutzung im Unternehmen

Die Digitalisierung der Arbeitswelt eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, umfangreiche Daten zu unterschiedlichsten Arbeitsprozessen zu erheben und auszuwerten. Durch eine Analyse dieser Daten können Arbeitsabläufe optimiert werden – so kann beispielsweise die Auswertung von Laufwegen in Warenlagern ineffiziente Abläufe aufdecken. Es besteht jedoch auch die Gefahr einer direkten Überwachung einzelner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – ein Beispiel dafür ist die detaillierte Erfassung von Kaffeepausen. In diesem Spannungsfeld gilt es einen Ausgleich der Interessen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern herbeizuführen.

Ziele und Vorgehen

Um ihre Interessen in ausreichendem Maße vertreten zu können, benötigen Arbeitnehmer Informationen über die von ihrem Arbeitgeber erhobenen Daten. Außerdem müssen sie ihre Wünsche bezüglich des Umgangs mit ihren Daten äußern können. In TrUSD werden daher Konzepte und Werkzeuge erforscht, die diese Möglichkeiten bieten. Im Ergebnis soll eine integrierte Software-Lösung entwickelt werden, ein sogenanntes Privacy-Dashboard. In einem solchen Dashboard kann der Arbeitnehmer beispielsweise erkennen, dass seine Laufwege erfasst werden. Er kann die Auswertung dieser Daten unter bestimmten Voraussetzungen, wie z. B. einer Anonymisierung, erlauben.

Innovationen und Perspektiven

Die Ergebnisse des TrUSD-Vorhabens werden es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglichen, informierte Entscheidungen im Rahmen des betrieblichen Datenschutzes zu treffen. Arbeitgeber werden zugleich von der umfänglichen Datenanalyse und der guten Integrierbarkeit in existierende Prozesse profitieren. So können beispielsweise ineffizient organisierte Warenlager durch die anonymisierte Auswertung von Bewegungsdaten erkannt werden. Auf diese Weise wird TrUSD einen Ausgleich zwischen den Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ermöglichen.

Ausführende Stelle

Lehrstuhl für Rechtsinformatik – Prof. Dr. Christoph Sorge

Ansprechpartner

Wiss. Mit. Aljoscha Dietrich (Mail)

Projektpartner

HK Business Solutions GmbH
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
ITA Institut für Technologie und Arbeit e.V.
Technische Hochschule Köln

Projektlaufzeit

September 2018 – August 2021

EXAMAI – KI Testing & Auditing

Im BMAS Projekt "EXAMAI" entwickelt der Lehrstuhl von Professor Borges Konzepte für das Auditing und die Zertifizierung von KI-Anwendungen.
Weitere Informationen: EXAMAI

 

Designetz

Der Lehrstuhl von Professor Sorge forscht im Projekt „Designetz“ an umsetzbaren Lösungen für einen datenschutzgerechten Umgang mit Smart-Meter-Daten. Infos unter Designetz

Recht-Testbed

Der Lehrstuhl von Prof. Borges erarbeitet im Rahmen des vom BMWi geförderten Projekts »Recht-Testbed Industrie 4.0« Lösungsansätze für Industrie 4.0. Mehr...

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