Vom 25. bis 26. November fand das 15. a-i3/BSI Symposium statt. Unter dem Motto „IT-Sicherheit in IoT, Blockchain und KI“ gestalteten namhafte Referenten aus Wissenschaft und Praxis zwei spannende Tage. Mit 130 Anmeldungen erwies sich die interdisziplinäre Veranstaltung der Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet (a-i3) in Kooperation mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auch online als erfolgreiches Symposium.

Auch in diesem Jahr boten vier Themenblöcke den Rahmen für die Vorträge. Institutsdirektor und a-i3-Vorstandssprecher Prof. Dr. Georg Borges leitete gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg Schwenk von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) das Symposium ein und moderierte den ersten Themenblock „Vertraulichkeit und Datenschutz in Blockchain-Anwendungen“, in dem aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Projekt Recht-Testbed vorgestellt und zur Diskussion gestellt wurden. Zu den Referenten dieses Teils gehörte auch Institutsmitarbeiter Jonas Baumann, LL.M. (Johannesburg), der „Datenschutzrechtliche Aspekte in der Blockchain-Technologie in der Industrie 4.0“ vorstellte.

Um „IT-Sicherheit in vernetzten Infrastrukturen“ ging es im zweiten Themenblock. Marco Krambrich vom BSI präsentierte eine aktuelle Übersicht zur Lage der IT-Sicherheit und erwähnte, dass pro Tag durchschnittlich 322.000 unterschiedliche Varianten von Schadprogramme Angriffe auf unsere Computer starten. Ob Trojaner, Virus oder Wurm – das Ausmaß der bösartigen Programme erreiche seit 2019 eine neue Dimension der Bedrohungslage. Zudem steige die Qualität der Angriffe. In dem nachfolgenden Vortrag „Tod durch Hacking – Verantwortlichkeit für Schäden durch Hacking“ untersuchte Jun.-Prof. Dr. Dominik Brodowski von der Saar-Universität die strafrechtliche Verantwortlichkeit von IT-Administratoren für Folgeschäden von Hacker-Angriffen am Beispiel eines Sicherheitsvorfalls in einem deutschen Universitätsklinikum. Quantencomputer und Quantentechnologien waren Gegenstand des Vortrags „Post-Quantum Kryptographie (und Blockchain)“ von Dr. Manfred Lochter (BSI).

Im dritten von RA Jörg Heidrich anschaulich moderierten Themenbereich ging es um automatisierte Zahlungssysteme. Prof. Dr. Jörg Schwenk, Dr. Christian Mainka (RUB), Dr. Alexander Poddey (Bosch Research) und Dr. Nick Wittek (Jones Day) untersuchten in ihren Präsentationen Zahlungssysteme wie Paypal und GooglePay, analysierten DLT-Systeme und erläuterten rechtliche Aspekte blockchainbasierter Zahlungsabwicklung. Die Fachleute zeigten in ihren detaillierten Untersuchungen Schwachstellen auf und präsentierten zugleich verfügbare Lösungsansätze.

IT-Sicherheit und Künstliche Intelligenz bildeten das Thema des vierten Themenblocks. Prof. Dr. Georg Borges stellte in seinem Vortrag „Rechtliche Grundlagen des Testens und Auditierens von KI-Anwendungen“ vor, gefolgt von einem Vortrag zur Normung von Künstlicher Intelligenz von Dr. Rasmus Adler (Fraunhofer IESE). Beide Vorträge adressierten maßgebliche Inhalte des vom BMAS geförderten Forschungsprojekts ExamAI, an dem das Institut für Rechtsinformatik derzeit intensiv arbeitet.

Weitere namhafte Referenten trugen zu einem aufschlussreichen Symposium bei, darunter Prof. Juraj Somorovsky von der Uni Paderborn und Dr. Jochen Rill vom Forschungszentrum Informatik (FZI). Alle Vorträge regten die Teilnehmer zu Fragen und Kommentaren an, die auch auf virtuellem Wege zur Bereicherung aller beitrugen.

Weitere Informationen:

Website der Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet (a-i3)
Website des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

 

 

 

 

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